




Hintergrund der Trompetenschule
In den 1980er Jahren hatten wir sechs Trompetenkurse auf unserer Station Mbagathi. Nach einiger Zeit schwand jedoch das Interesse an den Kursen. Das war aufgrund unserer eigenen Fehler bzw. mangelnder Erfahrung. So wurden die Trompetenkurse 1989 eingestellt. Aus der Retrospektive wurde uns klar, dass es sinnvoller gewesen wäre, mindestens vier bis sechs Kursteilnehmer von einer lokalen Gemeinde zu haben, so dass sie einen kleinen Bläserchor hätten bilden können. In den folgenden 10 Jahren bekamen wir viele Aufforderungen von verschiedenen lokalen Kirchen, die Trompetenschule in einer neuen Form wieder zu beleben.
Wir hatten den Eindruck, dass Gott uns anschieben wollte und so gründete DIGUNA eine mobile Trompetenschule. Der Pilotkurs startete im Jahr 2000 in A.I.C. Njabini (eine Gemeinde der AIC = Afrika Inland Kirche) mit 22 Teilnehmern. Diese Vorgehensweise erwies sich als wesentlich erfolgreicher, weil nun die Kirche ihrerseits die begabten Schüler aussuchte. Auch beobachtete und ermutigte die Kirche uns in Bezug auf die Trompetenschule.
Bis heute haben wir vier weitere mobile Trompetenkurse in drei verschiedenen Provinzen angeboten, um die Bedürfnisse und Wünsche der lokalen Kirchen zu erfüllen. Viele weitere Gemeinden in Kenia und selbst in Tansania sind auf einer Warteliste. So Gott will wird der nächste Kurs in Kalakol (Turkana – Nordkenia) staffinden.
Ihre Einzigartigkeit
Was ist das Besondere an Trompetenmusik bzw. "Trompetenevangelisation" in Afrika? Warum sind die Posaunenchöre in Kongo, Uganda und nun auch in Kenia so gewachsen und gefragt? Nun – es ist eine bekannte Tatsache, dass Afrikaner generell sehr musikalisch sind. In den meisten ländlichen Gebieten gibt es keinen Strom, und selbst wenn es ihn gäbe, sind elektrische Instrumente wie Gitarre, Keyboard o.ä. sehr teuer und brauchen kontinuierliche Pflege und Wartung. Um Klavier zu spielen muss man lange und viel lernen und das Instrument leidet unter den klimatischen Bedingungen. So kommt es, dass ein Blasinstrument die fast einzige Option ist, das sich die meisten Kirchen leisten können (DIGUNA verkauft sie für rund 50 Euro pro Stück). Die Instrumente erfordern keine aufwendige Wartung, man braucht etwa sechs Monate, um spielen zu lernen, Trompetenmusik ist laut und melodisch genug, um den Gemeindegesang zu begleiten und die Instrumente sind gut transportierbar – auch auf Einsätzen oder wo immer sie gebraucht werden.
Und es ist die Trompete mit ihrem klaren und kräftigen Klang, die besonders in der Bibel hervorgehoben wird – (sie wird115 mal erwähnt). Es wird der Klang der Trompete sein, der die Ankunft unseres Herrn Jesus Christus und der herrlichen Entrückung der Heiligen ankündigen wird (1. Kor. 15,52; Matth. 24,31).
Wir versuchen, die Zeichen der (End-) Zeit zu erkennen und sehen, dass die Ankunft Jesu nahe ist. Eine Voraussetzung für sein Kommen ist, dass das Evangelium allen Völkern gepredigt werden wird. Wir freuen uns mit allen aktuellen und ehemaligen Teilnehmern der Trompetenschule, dass sie nun besser ausgerüstet sind, um Gottes Warnung an alle Menschen weiterzugeben und die gute Nachricht von Gottes Gnade und dem zweiten Kommen Jesu Christi zu predigen.
Wie kannst du helfen?
Du kannst zum Erfolg der Trompetenschule beitragen, indem du ein Blasinstrument (auch gebraucht oder verbeult, egal welcher Art), das nicht mehr gebraucht oder für die Arbeit gegeben werden soll, spendest. Ein Blasinstrument kann einfach nach Haiger gebracht werden und wird von hier aus nach Afrika weitergeleitet.