In dieser heißen Region gibt es zwei Regenzeiten (April bis Juni sowie Juli bis November). Wenn man sich an die hohen Temperaturen (bis über 40°) gewöhnt hat, empfindet man Temperaturen im Bereich um 25° während der Regenzeiten bereits als sehr kühl.
Die Lebensbedingungen sind primitiv, es gibt kein fließendes Wasser, Strom oder sonstige Annehmlichkeiten, die für uns sonst normal sind. Es gibt keine Telefonverbindungen, weder über Festnetz noch über Mobiltelefone und folglich keine Internet-Cafes, in denen gekühlte Getränke serviert werden.
Die Missionare des Sudan-Teams werden auch nicht in einer Missionsstation leben, sondern eher in Dörfern, direkt neben Lopit. Hier sollen Beziehungen zwischen den Lopit und uns entstehen und auf diese Weise auch die missionarische Arbeit einsetzen.
Die Lopit leben auf steil abfallenden Berghängen, also bereite dich darauf vor, physisch fit zu werden und nur mit den lebensnotwendigen Dingen auszukommen, weil es keine Straßen gibt, die zu diesen Häusern führen.
Die Lopit sind sehr auf ihre Sicherheit bedacht, daher haben sie enge Zäune um ihre Häuser und sogar um jede Stadt. Zwei oder drei Single-Missionare werden in ausgewählten Dörfern leben, aber immer in Sichtweite zueinander bzw. so, dass man die “Kollegen” zu Fuß erreichen kann. Der Ausblick von einem Berghang ist weit und so werden die einzelnen Teameinheiten in gegenseitiger Sichtweite liegen, dennoch mag es ein 20-Minuten-Fußmarsch vom einen zum nächsten sein.
Kleidung ist konservativ, aber knielange Shorts für Männer sind ok. Frauen tragen jedoch keine Hosen. Ärmelfreie Kleider sind ok, es ist heiß hier. Auch die Nächte sind warm, daher schlafen viele draußen auf dem Boden. Moskitos sind erstaunlicherweise selten in unserer Gegend, daher kann man gut nachts unter den Sternen schlafen. Ideal ist ein Zelt, das nur aus Fliegennetz besteht.
Sanitäre Anlagen sind Latrinen, aber daran gewöhnt man sich, ebenso wie daran, mit einem Eimer Wasser zu duschen (was besser geht, als man sich vorstellt). Alles in allem ist es eine großartige Erfahrung und es geschieht alles, um verlorene Menschen für Jesus zu erreichen. Er gab sein Leben für uns. Sind wir darauf vorbereitet, unseres für ihn zu lassen? Vielleicht verlangt er das noch nicht einmal, außer, dass ein wenig von uns selbst stirbt und wir einige Bequemlichkeiten aufgeben, um andere zu erreichen.
Wie schon der Prophet Johannes sagte: “Er muss zunehmen, ich aber muss abnehmen.” (Joh. 3,31)