Seit 1998 lebt und arbeitet ein kleines AIC-DIGUNA Team in Mandera. AIC steht für Afrika Inland Kirche, unsere Partnerkirche in Kenia. Mandera ist in der Nordost-Provinz von Kenia genau im Dreiländereck von Kenia, Äthiopien und Somalia. Nairobi ist ca. 1100 km entfernt. Aufgrund der zum großen Teil nicht befestigten Straßen, benötigt man mit dem öffentlichen Bus zwei Tage um Mandera zu erreichen.
Wer sind die Somalis?
Somalische Stämme leben nicht nur in Somalia, einem kenianischen Nachbarstaat, das seit dem Bürgerkrieg vor 15 Jahren in einem chaotischen Zustand ist und wo nach wie vor Bandenchefs das Sagen haben. Auch im ganzen Nordosten Kenias und im östlichen Äthiopien sind Somalis zu Hause. Traditionell sind sie ein Nomadenvolk und nach wie vor ziehen viele mit Kamelen, Kühen, Ziegen und Schafherden durch das wasserarme "Horn von Afrika". Schon seit vielen hundert Jahren sind die Somalis Muslime, was sich in ihrer Kleidung und Lebensweise sehr deutlich niederschlägt. Zum Beispiel gibt es in der Kleinstadt Mandera mit etwa 40.000 Einwohnern über 40 Moscheen.
DIGUNA in Mandera
Das Mandera DIGUNA Team besteht aus einer kenianischen Familie und Kurzzeitmitarbeitern aus Kenia und Deutschland. Die Teamgröße schwankt zwischen vier und zehn Mitarbeitern. Die Hauptaufgabe ist die Unterstützung einer lokalen, dem kenianischen Staat gehörenden Handwerkerschule. Neben der Ausstattung der Schule mit Gebäuden und Unterrichtsmaterial unterstützt DIGUNA den Ablauf des Schulalltags. Momentan gibt es Ausbildungsgänge zum Schneider und Computerkurse in Windows, Office, Photoshop, Hardware sowie Buchführung und eine Sekretärinnenausbildung.
Durch die Mitarbeit an der Handwerkerschule ist es möglich Kontakte zu der lokalen Bevölkerung zu knüpfen und Freundschaften aufzubauen. Neben der praktischen Hilfe durch eine Aus- und Weiterbildung in verschiedenen Berufen und Tätigkeiten ist gerade auch die "geistliche" Hilfe ein Schwerpunkt der DIGUNA-Arbeit in Mandera.
Da eine staatliche Übernahme der Leitung der Handwerkerschule im Gespräch ist, werden weitere Möglichkeiten gesucht, um sich sinnvoll in das Leben in Mandera einzubringen. So wird der Aufbau einer Computerwerkstatt und eines Salons mit Schneiderei mitgetragen. Eine besonderer Bedarf an Kinderbetreuung scheint zu bestehen. In einem kleinen Kindergarten versuchen wir 2-4 Jährigen eine gute Spielumgebung zu bieten und sie in ihrem Heranwachsen zu fördern.
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