Erfahrungsberichte

So war's: Kids for Jesus 2013

|   Erfahrungsberichte

Schenken und beschenkt werden…

Im Herbst 2012 sprach Gott durch eine Freundin zu mir und sagte: „Ich solle fort fahren, denn jetzt könnte ich es noch…“

Durch einen Bekannten in der Gemeinde, der kurz zuvor von einem Midi-Einsatz zurück war, hörte ich von Diguna. So las ich von dem Mini-Einsatz „Kids for Jesus“ und wusste sofort, dass Gott mich mit dabei haben wollte. Voller Vorfreude konnte ich es kaum erwarten, dass es endlich losging. Bei dem Vorbereitungstag lernte ich die anderen „Mädels“ kennen und alle waren mir sofort sehr sympathisch. Als wir uns auf dem Flughafen wieder trafen waren wir insgesamt 6 Frauen - von Gott zusammengestellt. Wir waren alle total unterschiedlich vom Alter, Herkunft und Charakter aber ergänzten uns die gemeinsame Zeit wunderbar. Es war von Gott von Anfang an wunderbar geführt und gesegnet…

Für mich war es meine erste große Reise und mein erster Flug. Schon über den Wolken konnte ich nur über Gottes Herrlichkeit stauen und wurde mit einem absolut traumhaften Sonnenuntergang über den Wolken, von Istanbul nach Nairobi, von ihm beschenkt. Die Fahrt vom Flughafen nach Tinderet war schon voller Eindrücke von Kenia. Die Menschen, die Dörfer, die Straßen, die Geräusche, der Staub, die Farben, die Luft – es ist eine komplett andere Welt…

In den ersten Tagen lernten wir die restliche Gruppe kennen, die uns wunderbar führten und mit uns gemeinsam Schulen und Kinderheime besuchten und Land und Leute zeigten.  Es war ein Missionsehepaar, drei Einheimische Mitarbeiter und eine Schweizerin, sodass wir insgesamt eine absolut fantastische Truppe von 12 Leuten waren. Ich kann gar nicht beschreiben wie ich die gemeinsame Zeit genossen habe und absolut für wertvoll und gesegnet empfand…

Nach den drei Vorbereitungstagen ging es dann endlich los. Wir packten für eine Woche unsere Sachen und führen mit einem offenen Lastwagen nach Burnth Forest, wo wir von dort aus jeden Tag zwei Schulen besuchten. Wir hatten für die Verhältnisse dort eine sehr gute Unterbringung in einem Wohnhaus von Leuten aus der Gemeinde, die uns Räume von ihrem Haus zur Verfügung stellten. 5 Tage lang besuchten wir je eine Primary School und je eine Secundary School. Wir erzählten Ihnen von Jesus, sangen Lieder, spielten Theater, beteten mit Ihnen, unterhielten uns mit den Kids auf Englisch und mit Händen und Füssen und spielten mit Ihnen. Die Kinder waren so gebannt was wir erzählten. Die Kleidung war oft dreckig und kaputt. In den Schulräumen war außer den Holzbänken nicht mehr drin. Und obwohl sie nichts hatten lachten Sie über beide Ohren, sie strahlten uns entgegen und ihre Augen leuchteten. Wir schenkten Ihnen unsere mitgebrachten Kleinigkeiten wie Luftballons, Stifte, etc. und waren beschämt wie sehr sich so ein Kind über einen kleinen simplen Luftballon freute, oder wahnsinnigen Spaß daran hatte Seifenblasen in der Luft zerplatzen zu lassen. Die Woche drauf besuchten wir noch andere Kinder in Heimen und es war auch hier einfach eine unbeschreibliche Zeit die wir mit den Kids verbringen durften…

Ich merkte für mich das ich mehr beschenkt wurde in der gesamten Zeit, als was ich den Kindern geben konnte. Unsere Herkunft ist so unterschiedlich, wir haben hier alles und noch mehr und dort haben die Menschen oft gerade mal das Überlebens-Notwendige und doch strahlten Sie eine wunderbare Herzlichkeit und Freundlichkeit aus. Es war jeden Tag so interessant die Kultur und Leute etwas kennenzulernen, wie die Menschen dort denken und leben und es war immer wieder sehr verblüffend wie groß doch der Unterschied zu uns ist. Und doch hatten wir alle eine Gemeinsamkeit – unseren himmlischen Vater. Der jeden auf seine Weise im Leben führt und leitet und es wunderbar zu erleben war wie die Menschen dort auf Gott vertrauen, hoffen und bauen… E.-M. V.

Zurück